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Die Anforderungen an Fass- und Behälterpumpen werden immer vielfältiger. Sie finden nahezu in allen Industriezweigen ihren Einsatz beim Fördern, Ab- und Umfüllen verschiedener Arten von Flüssigkeiten. Auch die Ansprüche an Umweltsicherheit, Arbeitssicherheit und Wirtschaftlichkeit wachsen permanent. Qualitativ hochwertige Fasspumpen erfüllen diese Anforderungen durch konsequente technische Weiterentwicklungen auch beim Pumpenzubehör.

Le 24 heurs du Mans: das 24-Stunden-Rennen von LeMans. Das weltweit größte und bekannteste Sportwagen-Rennen. Hier ist das korrekte Betanken der Rennboliden und eine möglichst kurze Tankzeit mitentscheidend für den Erfolg. Auch bei den Tourenwagenrennen oder den VLN Langstrecken-Meisterschaften auf dem Nürburgring findet man daher Fasspumpen in der Boxengasse beim Betanken der Rennboliden während der Trainingsphase, aber auch beim Einsatz im Werkstattbereich. Doch nicht nur bei solch herausragenden Ereignissen arbeiten Fasspumpen der FLUX-GERÄTE GMBH zuverlässig, sondern vor allem in allen Industriezweigen wo aggressive, neutrale und brennbarer Flüssigkeiten aus Hobbocks, enghalsigen Behältern, Fässern oder auch Containern gefördert werden müssen.

Wichtige Themen: chemische Beständigkeit und Viskosität

Fast jeder Betrieb arbeitet mit verschiedenen Betriebsmitteln wie z.B. Kühlmittel, Schmiermittel, Lösungsmittel oder Säuren und Laugen, die in Fässern oder anderen Behältern gelagert werden und bei Bedarf entnommen werden müssen. Die Fasspumpen von FLUX eignen sich zum Fördern von dünnflüssigen, wasserähnlichen Flüssigkeiten bis etwa 800 mPas (öliger Bereich). Diese unterschiedlichen Medien erfordern eine entsprechende chemische und thermische Beständigkeit der Pumpen. Daher werden verschiedene Pumpen-Werkstoffe eingesetzt: Edelstahl (S), Aluminium (AL), Hastelloy C (HC), Polypropylen (PP) und Polyvinylidenfluorid (PVDF). Dadurch kann in jedem Einsatzfall die chemische und thermische Beständigkeit gewährleistet werden.

Mit oder ohne Gleitringdichtung

Je nach Einsatzbereich sind die Fasspumpen in verschiedenen Bauarten ausgeführt. Alle Pumpen sind zur Wartung und Reinigung leicht zerlegbar. Für die einzelnen Anwendungsbereiche kann zwischen Pumpen in dichtungsloser Ausführung und Pumpen mit Gleitringdichtung gewählt werden. Die dichtungslosen Pumpen haben keine Dichtungen im Flüssigkeitsbereich. Die Welle der Pumpe ist im Innenrohr gelagert. Sie wird durch die Flüssigkeit geschmiert, die im Innenrohr immer so hoch steht wie im Behälter. Die Welle besteht wegen des Kontakts zum Medium bei PP und PVDF immer aus Hastelloy C, da dieser Werkstoff eine sehr hohe chemische Beständigkeit aufweist. Die dichtungslose Pumpe ist trockenlaufsicher.

Radialwellendichtringe verhindern, dass Flüssigkeit oder Dämpfe aus dem Innenrohr in den Kupplungsbereich gelangen. Beim Herausnehmen der Pumpe aus dem Behälter entleert sich das Innenrohr durch das spiralförmige Führungslager.

Bei den Fasspumpen mit Gleitringdichtung ist die Welle ebenfalls im Innenrohr gelagert und wird unten an der Wellendurchführung mechanisch abgedichtet. Hier kommt die Welle nur im Rotorbereich mit dem Fördermedium in Berührung, das Medium gelangt nicht ins Innenrohr. Bei Pumpen aus PP oder PVDF sorgt ein Stahlkern im Innenrohr für hohe Stabilität und verhindert Längenausdehnungen bei hohen Temperaturen. Dadurch wird die sichere Funktion der Gleitringdichtung immer gewährleistet. Die Ausführung mit Gleitringdichtung empfiehlt sich vor allem dann, wenn mehrere verschiedene Flüssigkeiten nacheinander mit ein und derselben Pumpe gefördert werden sollen, ohne dass im Innenrohr auch nur kleinste Rückstände entstehen dürfen. Schleppende Medien (wie Farben) oder Stoffe, die zum Auskristallisieren oder kleben neigen, sind ebenfalls in einer Pumpe mit Gleitringdichtung am besten aufgehoben. Lösungsmittel und leicht brennbare Flüssigkeiten sollten dagegen am besten mit einer dichtungslosen Pumpe gefördert werden. Je nach Bauart werden die Pumpen in Eintauchtiefen bis zu 1.500 bzw. 3.000 mm gefertigt.

99,98 %ige Fassentleerung oder nur Umwälzen

Eine weitere Bauart ist speziell für die 99,98%ige Fassentleerung konstruiert. Die Menge, die beim Leerpumpen eines Fasses oder Behälters normalerweise unweigerlich zurückbleibt liegt bei ca. 1 Liter. Das ist die Menge an Flüssigkeit, die sich nach Abschalten des Motors noch innerhalb der Pumpe befindet und wieder ins Fass zurück fließt. Bei der Fasspumpe für 99,98%ige Fassentleerung bleiben weniger als 0,05 Liter im Fass als Restmenge zurück. Dies wird durch eine Rücklaufsperre mit spezieller Sicherung erreicht, wodurch die Pumpe nach Ende des Fördervorganges dicht verschlossen werden kann.

Sollen Medien nicht nur aus einem Fass oder offenen Behälter gefördert, sondern durchmischt bzw. umgewälzt werden, gibt es eine spezielle Mischpumpe. Im Außenrohr befinden sich hierfür mehrerer Mischöffnungen. Das Medium wird vom Rotor zwischen Innen- und Außenrohr nach oben gefördert und tritt an den Mischöffnungen wieder aus. Durch Verdrehen eines Stellhebels kann die Pumpe entweder auf "Mischen" oder auf "Fördern" eingestellt werden. Auch während des Abfüllvorgangs kann gleichzeitig gemischt werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei Medien, die sich nicht absetzen dürfen.

Für den Bereich der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie wurde bei FLUX eine spezielle Hygienefasspumpe für die sterile Anwendung entwickelt. Sämtliche Teile, die mit der Flüssigkeit in Berührung kommen, sind aus Edelstahl oder PTFE. Die Pumpe kann zudem mit wenigen Handgriffen leicht zerlegt und somit problemlos gereinigt oder auch sterilisiert werden. Für ganz besondere Anforderungen wird diese Pumpe auch in geprüfter 3A-Ausführung geliefert.

Optimal abgestimmte Antriebe

Jede Fasspumpe ist ein Zweierteam, bestehend aus Fasspumpe (Pumpenrohrsatz) und Antriebsmotor. Beide Komponenten können bei FLUX problemlos kombiniert und variiert werden. Als Antriebe stehen ein ganz neuer bürstenloser Motor, Kollektormotoren in Schutzklasse I oder Schutzklasse II, Drehstrom-Getriebemotoren und Druckluftmotoren zur Auswahl. Die Motoren der Schutzklasse I sind außenbelüftete Motoren mit einem sehr robusten Gehäuse mit Doppelmantel aus Aluminium-Druckguss in Schutzart IP55. Mit druckfester Kapsel, der höchsten Explosionsgruppe IIC und der höchsten Temperaturklasse T6 sind diese Motoren auch für den Ex-Bereich ausgelegt. Bereits seit 1953 hat FLUX ex-geschützte Fasspumpen im Programm.
Die Schutzklasse II-Motoren haben ein Gehäuse aus Kunststoff und sind innenbelüftet. Die kühlende Luft wird hier direkt an Anker und Stator vorbeigeführt, und sorgt somit für eine optimale Kühlung dieser sehr leistungsstarken und handlichen Motoren. Die Ex-Motoren haben für einen sicheren Potentialausgleich ein Metallgehäuse, so dass keine explosionsfähigen Funken bei Potentialverschleppung oder elektrostatischer Aufladung entstehen können.
Zur Vermeidung von Kriechströmen, die durch Kohlestaubablagerungen auf den elektrischen Bauteile entstehen können, werden bei FLUX die Motorwicklungen der Motoren der Schutzklasse I bandagiert. Dadurch werden die Standzeiten der Motoren wesentlich erhöht und es gibt so gut wie keine Ausfälle. Alle Motoren werden bei FLUX selbst konstruiert, gefertigt und mit einem moderne Motorprüfstand zu 100 % geprüft.

Je nach Einsatzbedingungen und Flüssigkeit wird ein geeigneter Motor ausgewählt und über eine Schnellspannkupplung oder Überwurfmutter mit der entsprechenden Pumpe verbunden. Für die Arbeit in explosionsgefährdeten Umgebungen und zum Fördern leicht brennbarer Flüssigkeiten stehen ex-geschützte Kollektormotoren und Motoren in bürstenloser Ausführung zur Verfügung. Die integrierte elektronische Drehzahleinstellung sorgt für optimale Sicherheit auch bei Abfüllen in kleine Gebinde. Die explosions-geschützten Motoren sind von der PTB in Braunschweig nach der Richtlinie 94/9/EG - ATEX 100a geprüft und zugelassen. Außerdem sind alle Motoren VDE- , GS- und EMV geprüft.

Fördermenge und Förderdruck

Beim Einsatz einer Pumpe mit einem ca. 2 m langen Schlauch und Zapfpistole beträgt die Fördermenge bei freiem Auslauf max. 70 l/min. Je nach Motor kann ein 200 l-Fass damit in 3 bis 4 Minuten entleert werden. Der Trend beim Einsatz von Fasspumpen geht allerdings eher in Richtung kleinere Fördermengen (30 bis 40 l/min), wodurch auch der Einsatz drehzahlgeregelter Motoren zunimmt. Für unterschiedliche Leistungsbereiche stehen mehrere, leicht zu wechselnde Rotorausführungen, abgestimmt auf die Fördermenge oder den Förderdruck zur Verfügung. Zum Beispiel sind Axialräder so ausgelegt, dass sie im freien Auslauf sehr hohe Fördermengen liefern. Halbaxialräder dagegen liefern eine geringere Fördermenge aber einen höheren Druck. Der Einsatz von Halbaxialrädern empfiehlt sich, wenn die Förderstrecke sehr lang ist bzw. eine große Föderhöhe überwunden werden muss.

Pumpen-Sets und nützliches Zubehör

Die Betriebssicherheit beim Fördern, Ab- und Umfüllen verschiedener, auch aggressiver Flüssigkeiten steht immer an erster Stelle. Daher bietet FLUX Pumpen-Sets, bestehend aus Pumpe, Motor, Schlauch, Fassverschraubungen und Zapfpistole an. Damit wird der Einsatz beim Kunden besonders einfach und sicher. Alle Komponenten sind hierbei optimal aufeinander abgestimmt. Hierzu gehören auch Flüssigkeits-Mengenmesser zum kontrollierten Abfüllen auch kleinster Mengen und Emissions-Schutzventile FES, die dafür sorgen, dass entstehende Gase im Fass bleiben und nicht die Umwelt belasten. Es gibt Pumpen-Sets für unterschiedliche Anwendungsbereiche: Laboranwendungen, Säuren und Laugen, konzentrierte Säuren, Lösungsmittel oder ein universelles Set für brennbare Flüssigkeiten sowie für Mineralölprodukte. Weitere Sets für andere Flüssigkeiten wie z.B. für die Abfüllung von AdBlue, einer hochreinen, ungefährlichen, wasserklaren, synthetisch hergestellten 32,5%ige Harnstofflösung. Das Medium AdBlue reduziert bei der SCR-Technologie giftige Stickoxide im Abgas dieselbetriebener Nutzfahrzeuge und wird in den Fahrzeugen in einen separaten Tank mitgeführt. Dieser Zusatz ermöglicht die Einhaltung nicht nur der kommenden EURO 4-Abgasnorm (ab Oktober 2005), sondern dem Vernehmen nach sogar der fünften Stufe dieser Norm, die voraussichtlich erst 2008 in Kraft tritt.

Nicht zuletzt ist auch das einfache Handling der Fasspumpen ein wichtiger Punkt für den Anwender. Hier können schon Kleinigkeiten die Bedienbarkeit und Sicherheit wesentlich erhöhen. Ein Beispiel dafür ist der neue FLUX-Clip der den Schlauch und die Zapfpistole im Griff hat. Der FLUX-Clip kann unabhängig vom Durchmesser ohne Werkzeug am Druckstutzen jeder Pumpe befestigt werden. Die Zapfpistole oder der Schlauch werden nach dem Abfüllvorgang einfach eingehängt. Dadurch wird auch das Auslaufen von Restmedium aus der Zapfpistole verhindert. Der FLUX-Clip ist am Druckstutzen nicht fest fixiert, sondern beweglich. Dadurch kann der Schlauch beim Aufhängen der Zapfpistole eine beliebige Position, abhängig von seiner Festigkeit, einnehmen. Der FLUX-Clip ist voll säurebeständig und wird ab sofort jeder Fasspumpe beigefügt.